Was sind Feldraine?

Feldraine gehören zu den Saumbiotopen und sind schmale, längliche sowie dauerhaft vorhandene Strukturen aus Kräutern und Gräsern, die sich am Rand von Wegen, Äckern, Wiesen, Hecken oder Feldgehölzen befinden.

Warum sind Feldraine so wichtig?

  • Sie bieten vielen Tieren z.B. Insekten, Niederwild und Vögeln sowie Pflanzen in der Agrarlandschaft ein zu Hause.
  • Durch die lineare Struktur der Saumbiotope kann der Biotopverbund verbessert und Lebensräume können vernetzt werden.
  • Feldraine tragen zum Erosionsschutz intensiv genutzter Flächen bei und fördern ein intaktes Bodenleben.
  • Durch Feldraine wird die Bestäubung durch blütenbesuchende Insekten gefördert.
  • Das Landschaftsbild in Agrarlandschaften erfährt,  insbesondere im Hinblick auf die Naherholung und den Tourismus, eine erhebliche Aufwertung.
  • Intakte und stabile Säume erschweren die Ausbreitung von Problemarten wie z.B. der Acker-Kratzdistel sowie von Neophyten, wovon Landbewirtschaftende auf ihren angrenzenden Ackerflächen profitieren.

Warum sind Feldraine keine Blühstreifen?

Feldraine sind mit Blühstreifen nicht zu verwechseln! Genau wie Feldraine können sich auch Blühstreifen länglich durch die Agrarlandschaft ziehen. Im Gegensatz zu den gezielt angelegten Blühstreifen sind Feldraine in der Kulturlandschaft natürlich entstanden. Während Blühstreifen i.d.R. nur ein bis fünf Jahre existieren, bleiben Feldraine dauerhaft bestehen. Unterschiedlich ist demzufolge auch die Artenzusammensetzung der Tiere und Pflanzen. Feldraine setzen sich aus Wildpflanzen wie Bunte Kronwicke, Sichelmöhre und Weiße Lichtnelke zusammen. In Blühstreifen findet man häufig Arten wie Sonnenblume, Phazelie und Ringelblume. Mit zunehmender Dauerhaftigkeit fühlen sich immer mehr Heuschrecken, Tag- und Nachtfalter, Vögel sowie viele weitere Tierarten in den Flächen wohl.