"VIA Natura 2000-Vernetzung für Insekten in der Agrarlandschaft zwischen Natura 2000-Gebieten in Thüringen"

    Worum geht es?

    Insekten wie Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen brauchen Schutz-, Nahrungs- und Fortpflanzungsmöglichkeiten in unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft. Sie sind dabei auch auf die Vernetzung ihrer Lebensräume angewiesen. Linienhafte, artenreiche Randstrukturen, wie z.B. Feldraine, bieten den Insekten, aber auch Vögeln, Spinnen und vielen weiteren Tieren diese Lebensräume und Biotopverbundstrukturen.

     

    • Foto 1: Claudia Aleithe
      Hummel auf Wiesen-Flockenblume
    • Foto 2: Michael Hruschka
      Schwalbenschwanz auf Gewöhlichem Dost
    • Foto 3: Nina Bader
      Schwebfliege auf Margerite

Bunte Feldraine für den Biotopverbund!

Genau hier setzt das Projekt „VIA Natura 2000“ an.  Ziel des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Projektes ist es, die historisch gewachsene Kulturlandschaft durch die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Landwirtschaft, Kommunen und weiteren Interessierten zu schützen.

Auf geeigneten Standorten werden artenreiche, blühende Feldraine neu angelegt oder ökologisch aufgewertet. Ökosystemleistungen, wie die Bestäubung durch blütenbesuchende Insekten, werden dadurch gefördert. Auch das Landschaftsbild in Agrarlandschaften erfährt eine erhebliche Aufwertung.

Die Feldraine des Projektes sollen dauerhaft bestehen bleiben und gepflegt werden.

 

Was haben wir uns vorgenommen?

1.    Im Projektgebiet sollen mindestens 55 Hektar Feldraine zur Verbesserung des Biotopverbundes insbesondere zwischen Natura 2000-Gebieten und zur Erhöhung der Artenvielfalt angelegt werden. Hierzu erfolgen die Entwicklung eines flurstückgenauen Planungskonzeptes sowie eine intensive Beratung und Abstimmung mit allen beteiligten Akteuren.

2.    Erhebungen von Pflanzen- sowie Wildbienen- und Schwebfliegengemeinschaften geben Aufschluss über den Ist-Zustand und das Entwicklungspotenzial der Flächen. Luftaufnahmen und Analysen mittels geographischer Informationssysteme zeigen landschafts- und agrarökologische Veränderungen und liefern Informationen zum Vernetzungsgrad der Flächen.

3.    Entwicklungs- und Pflegeempfehlungen für die Anlage und den Erhalt von Saumbiotopen in der Agrarlandschaft werden im Zuge des Projektes erarbeitet.

4.    Regionale Akteure und Interessierte sollen über die Bedeutung von Saumbiotopen, eines Biotopverbunds, der Tier– und Pflanzenwelt und über Möglichkeiten zur Mitwirkung am Projekt informiert und für die Thematik sensibilisiert werden. Zur Förderung des bürgerwissenschaftlichen Engagements ist außerdem ein ehrenamtliches Tagfaltermonitoring in den Projektgebieten vorgesehen, dessen Ergebnisse die floristischen und faunistischen Erhebungen ergänzen können. Darüber hinaus können Verbände, Vereine, Schulen und Kindergärten in den Projektregionen Feldrain-Patenschaften übernehmen. Sie pflegen die Flächen, dokumentieren Veränderungen und tragen das Thema in die Bevölkerung.

 

Welche Laufzeit hat das Projekt?

Das Projekt begann im Mai 2020 und endet voraussichtlich im April 2026.

 

Wichtige Links:

Was sind Feldraine?

Feldraine gehören zu den Saumbiotopen und sind schmale, längliche sowie dauerhaft vorhandene Strukturen aus Kräutern und Gräsern, die sich am Rand von Wegen, Äckern, Wiesen, Hecken oder Feldgehölzen befinden.

Kontakt

Claudia Aleithe
Projektmitarbeiterin VIA Natura 2000
Claudia Aleithe

Projektmitarbeiterin VIA Natura 2000

  • administrative Projektleitung
  • Öffentlichkeitsarbeit des Projektes
Nina Bader
Projektmitarbeiterin VIA Natura 2000
Nina Bader

Projektmitarbeiterin VIA Natura 2000

  • fachliche Projektleitung

Diese Website gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Bundesprogramms Biologische Vielfalt wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.